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Der Berg ruft!



Hallo - back again! Wie schön! Wir freuen uns über dich und sind neugierig, ob du Gottes Liebe für dich und Seinen Plan heute ein Stück weiter entdecken kannst. Wir sind sehr gespannt, was Er für dich heute vorbereitet hat:

 

 

Vor ein paar Jahren waren Volkmar und ich auf der schönen Insel Usedom. Um diese Insel zu erkunden, haben wir uns auf die Fahrräder geschwungen und sind der Küste entlang losgeradelt. Nach einer langen Strecke, die nur geradeaus durch die schier endlosen Kiefernwälder führte, lag vor uns plötzlich ein Berg und wir mussten uns ganz schön abmühen, um auf die Kuppe des Berges zu gelangen. Oben angekommen bestaunten wir die herrliche Aussicht auf das Meer und die endlosen Weiten. Bergab ging es rasant und wieder lag eine mächtige Steigung vor uns. Aber die Aussicht auf wieder einen herrlichen Ausblick ließ uns die Mühe auf sich nehmen und auch dieses Mal wurden wir mit einem fantastischen Blick reichlich belohnt. Unsere Neugierde, was die Insel wohl noch so alles zu bieten hatte, ließ uns auch die nächsten Erhöhungen schaffen, auch wenn es immer mühsamer wurde und die Kräfte langsam schwanden. Die Erinnerung an die letzten Aussichtspunkte und die darauf folgenden Abfahrten mobilisierte immer neue Kräfte und so kamen wir zwar abgekämpft, aber stolz, es geschafft zu haben, an unserem Ziel an und fuhren mit dem Zug zurück. Zeit zum Erholen und Kräfte sammeln.

 

Auch in diesem Jahr war ich schon einige Male in der Natur wandern, im Allgäu, im Harz und diese Woche im Schwarzwald. Die Wegbeschreibungen, die ich mir vorher im Internet durchgelesen hatte, hörten sich immer sehr gut an und auf dem Papier lesen sich 5 Stunden mit ein paar Höhenmetern immer sehr leicht. So bin ich immer höchst motiviert gestartet. Allerdings stellte ich oft schon bald fest, dass ich mir doch wohl ein wenig zu viel vorgenommen hatte und ich körperlich an meine Grenzen kam, weil z.B. der Weg beschwerlicher war als gedacht, die Sonne heißer als angekündigt oder ich nicht so fit war, wie angenommen. So musste ich einige Male über meine Grenzen gehen und wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre ich wohl gar nicht erst los gegangen. Allerdings wäre ich auch um einige sehr schöne Erlebnisse ärmer, denn am Ende waren genau diese Touren die, die ganz besonders waren, mich stärker und reicher gemacht haben und damit unvergesslich geworden sind.

 

In diesen beiden Beispielen finde ich viele Parallelen wieder, zu dem, was mir auch im normalen Leben widerfährt.

Manchmal scheint alles glatt und einfach zu verlaufen und plötzlich ragt ein Berg direkt vor mir empor und ich muss entscheiden, ob ich den beschwerlichen Aufstieg auf mich nehme oder ich lieber unten im Tal bleibe. Allerdings stellt sich manchmal die Frage aber auch gar nicht und es bleibt mir gar nichts anderes übrig, als den Berg zu besteigen, weil es keine andere Route gibt.

 

Zum Beispiel steht vielleicht ein Jobwechsel an, weil die momentane Arbeit doch nicht ganz so das richtige ist oder du gekündigt wurdest. Oder ein Wohnungs- bzw. Ortswechsel ist vielleicht damit verbunden. Es kann auch sein, dass du merkst, dass du mit einem Kollegen oder einer Freundin dringend ein klärendes Gespräch führen musst. Oder du feststeckst in alten Gewohnheiten, aus denen du dich befreien müsstest. Oder du merkst, dass du dich im Alltag zu sehr zurück gezogen, dich vielleicht auch von Gott entfernt hast. Und du müsstest dringend etwas ändern. Mehr Sport machen, weniger rauchen, mehr Freunde treffen, dich öfter um deine Familie kümmern oder sonst was.

Vielleicht siehst du dich auch mit einem Streit konfrontiert oder einer Aufgabe, von der du denkst, dass du ihr nicht gewachsen bist.

Du weißt am Besten, was dir gerade im Weg steht, dir "bevorsteht" oder Sorgen bereitet.

 

Im Alltag begegnen uns viele solcher "Unwegsamkeiten" und das sind dann die Berge in unserem Leben, die es zu erklimmen gilt. Herausforderungen, die erstmal Angst machen, wo wir nicht wissen, wie wir diese meistern sollen und uns der erste Schritt schwer fällt.

Manchmal ist der Anfang auch ganz leicht und dann plötzlich treten ungeahnte Schwierigkeiten auf, mit denen wir vorher nicht gerechnet haben. Dann hilft es sich auszumalen, wie schön es sein wird, wenn man die ersten Anstrengungen hinter sich gebracht hat und das Neue sich vor einem entfalten kann. Oder man erinnert sich daran, wie die positive Veränderung war, als man solch einen "Berg" schon mal bezwungen hat. Der Aufstieg bis dahin kann beschwerlich sein und auch herausfordernd, aber es hat sich doch sicher immer gelohnt und es wird sich auch immer lohnen. Veränderung ist immer auch inspirierend, Horizont erweiternd und belebend. Wir dürfen wachsen mit unseren Aufgaben und ich bin mir sicher, dass du positive Erfahrungen sammeln wirst, denn wir gehen auf jeden Fall immer verändert aus der Situation.

 

Und eines darf man dabei ja auch nicht vergessen: Ganz oft habe ich erleben dürfen, dass Gott einen gerade durch die schwierigen Phasen trägt und Er den Mut und den Willen zur Veränderung belohnt mit neuen Perspektiven und Möglichkeiten, die man vorher so noch gar nicht erahnt hat und auch nicht erlebt hätte, wenn man im Alten hängen geblieben wäre.

 

Ich bin froh, dass ich allen Herausforderungen und Veränderungen des Lebens nicht alleine gegenüber stehe sondern einen Helfer und Unterstützer an meiner Seite weiß, der mir hilft, mich begleitet und eine Vision davon gibt, wie es werden wird.

Mit diesem Wissen, kann ich mir alles vornehmen und vieles in Angriff nehmen, mich trauen etwas zu wagen und Herausforderungen anzunehmen. Ich finde den Gedanken sehr ermutigend, dass Gott uns nie etwas zutraut, was wir nicht leisten oder schaffen können, denn Er gibt uns das Rüstzeug und die Ausrüstung. Er schenkt uns sogar den nötigen Mut, den Elan und die Kraft, die es braucht, die Aufgabe zu bewältigen. Und wenn wir doch einmal mutlos sind oder uns zu schwach fühlen für das Bevorstehende, dann flüstert Er uns zu: "Meine Kraft ist in deiner Schwäche mächtig"! Dann übernimmt Er das Ruder und schippert uns sacht ans Ziel. Wir gehen los im Natürlichen und Er tut das Übernatürliche dazu, wenn wir Ihn bitten und eingreifen lassen.

 

Vielleicht liegt auch in deinem Leben gerade jetzt ein solcher Berg vor dir und du scheust den beschwerlichen Aufstieg. Aber sei gewiss, dass Gott gerade bei solchen „Anstiegen“ bei dir ist und deine Anstrengungen belohnt. Er wird mit einem gigantischen Ausblick aufwarten und deinen Blick auf neue Dinge in der Ferne lenken. Von oben wirst du eine bessere Übersicht ins Tal haben und eine andere Ansicht über die „alten“, zurückliegenden Dinge bekommen, weil du sie mit Abstand betrachten kannst und aus einer neuen Position heraus. Hinter jedem Berg tun sich neue Weiten auf und nur wenn du ihn erklimmst, wirst du dahinter gucken können. Bleib neugierig darauf, was noch vor dir liegt und freue dich auf neue Aussichten. Mit dieser Vorfreude im Herzen wirst du fortan jeden Anstieg meistern und reichlich belohnt werden.

 

"Ich versichere euch: Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, könntet ihr zu diesem Berg sagen: 'Rücke dich von hier nach da', und er würede sich bewegen. Nichts wäre euch unmöglich."

(Matth. 17, 20-21 NL)

 

You Really Matter

Andrea


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