Ein fröhliches Hallo von mir an dich!
Schön, dass du wieder rein geklickt hast. Es ist ja nun schon sehr lange her, dass du hier etwas Neues lesen konntest. Deshalb freue ich mich einmal mehr, dass du trotzdem wieder hierher gefunden hast und dies hier liest.
Es war sehr viel los in den letzten knapp zwei Jahren: Ich durfte mein Jahr 3 am Charis Bible College Frankfurt im Bereich "Leadership" machen, was teilweise eine sehr große Herausforderung war, die ich aber auf keinen Fall missen möchte: ich durfte extrem viel Gutes und Hilfreiches lernen und so mancher „Eye-Opener“ war auch dabei! Zusätzlich kamen unschöne und unvorhersehbaren Dinge. Die „unbestellten Menüs des Lebens“ wie unser voriger Pastor immer so schön zu sagen pflegt, auf die ich gut und gerne verzichtet hätte. Und so waren die letzten knapp zwei Jahre zusammengefasst: extrem herausfordernd, hart, schmerzhaft, lehrreich, weiterentwickelnd, aber auch gespickt mit Lachen und Freundschaft.
Aus genau diesen Gründen, hast du hier nichts Neues lesen können. Ich möchte allerdings mit dem heutigen Post wieder hier starten, kann dir allerdings noch nicht genau sagen, wie regelmäßig es momentan sein wird. Also immer mal wieder rein klicken ;-)
In welchem Umfeld befindest du dich?
Warum diese Frage?
Seit ca. fünf Wochen beobachte ich mit nicht wenigem Staunen und großer Freude drei Pflanzen auf meiner Fensterbank. Ich habe sie auch schon die letzten 2 Jahre beobachtet. Das allerdings die ganze Zeit eher mit Sorge. Es sind drei gleiche Grünpflanzen, die ich wirklich hübsch finde. Allerdings kümmerten sie die ganzen Jahre einfach nur vor sich hin. Anfangs dachte, ich gieße sie zu wenig. Aber mehr gießen half nicht. Dann dachte ich: „Vielleicht ist es doch zu viel Wasser?“. Also goss ich sie weniger. Auch das brachte keine Veränderung. Stattdessen kümmerten sie vor sich hin und sahen mit der Zeit immer schlechter und zum Schluss wirklich unansehnlich aus.
Da ich sie noch nicht aufgeben wollte, nahm ich vor fünf Wochen doch mal mein Handy zur Hand um mich auf die Suche zu begeben und mich zu informieren, was genau diese Art von Pflanzen für Pflege wirklich brauchen. Ich fand heraus, wo ihr natürlicher Lebensraum ist, in welchem Boden diese Pflanzen ursprünglich wachsen und dass sie im Topf bei mir Zuhause ein Erde-Blähton-Gemisch benötigen.
Also kaufte ich mir eine Tüte Blähton, mischte eben diesen mit Erde und löste meine Pflanzen komplett aus ihrem bisherigen Umfeld: der normalen Blumenerde. Dann setzte ich die wenigen Überreste wieder behutsam in die drei Töpfe, die nun mit dem Erde-Blähton-Gemisch gefüllt waren, goss sie etwas und stellte sie wieder auf die Fensterbänke.
Was dann nach nur einer Woche geschah, finde ich wirklich erstaunlich, weil ich das nicht erwartet hatte: Sie fingen an zu wachsen. Alle. Und richtig schnell! Seitdem schaue ich täglich auf diese drei Pflanzen und freue mich sehr, denn sie wachsen und wachsen und sehen endlich richtig schön grün, gesund und stark aus. Das ist wirklich großartig! Eine Besserung und Veränderung in dieser Geschwindigkeit hatte ich wirklich nicht erwartet!
Als ich nach nur zwei Woche diesen plötzlichen Wandel feststellte, schaute ich eine dieser Pflanzen an und dacht: „Krass, wie wichtig das richtige Umfeld ist! Das ist genauso wie bei uns Menschen: Wir können uns im richtigen oder im falschen Umfeld befinden! Hin zum Wachstum oder hin zum Stillstand oder sogar Rückschritt!“
Seitdem werde ich täglich beim Anblick meiner kleinen jetzt gesund und fröhlich vor sich hin wachsenden Pflanzen erinnert, wie wichtig das richtige Umfeld für uns ist! Ich denke, die meisten von uns kennen den Spruch: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten. Der ist tatsächlich aus der Bibel. Es ist ein weiser Rat, denn es ist eben nicht einfach egal in welchem Umfeld ich mich befinde. Es kann mir zu Guten dienen oder zum Schlechten. Es fördert Gutes hervor oder Negatives, Ungutes. Weil: mein Umfeld hat Prägekraft!
Dabei fällt mir die Geschichte von König Salomo aus der Bibel ein.
Gott schenkte König Salomo Weisheit. Die Bibel schreibt davon, dass er größer an Reichtum und Weisheit war als alle Könige auf Erden (1. Könige 10,23), ja sogar als alle Menschen (1.Könige 5,11) und dass alle Welt ihn aufsuchte, um seine Weisheit zu hören, die ihm Gott ins Herz gegeben hatte (1.Könige10,24). Das ist wirklich erstaunlich! Und trotz seiner großen Weisheit und entgegen Gottes Rat, hatte er viele Frauen aus unterschiedlichen Ländern, die sein Herz irgendwann verleiteten. In 1.Könige 11,4 (SCH2000) lesen wir dieses traurige Ende:
Und es geschah zu der Zeit, als Salomo alt geworden war, da wendeten seine Frauen sein Herz anderen Göttern zu, sodass sein Herz nicht mehr ungeteilt mit dem Herr, seinem Gott, war wie das Herz seines Vaters David. So lief Salomo der Astarte nach, der Gottheit der Zidonier, und Milkom, dem Gräuel der Ammoniter. Und Salomo tat, was böse war in den Augen des Herrn, und er folgte dem Herrn nicht völlig nach wie sein Vater David.
Bei dieser Geschichte fällt mir viel ein, aber gerade jetzt geht es mir ausschließlich darum, welche Auswirkungen das Umfeld von Salomo auf Dauer auf ihn hatte. Diese Frauen waren kein gutes Umfeld für ihn. Sie brachten ihn dazu, sein Herz nicht mehr nur auf Gott ausgerichtet zu halten, sondern Götzendienst zu betreiben. Sein Umfeld brachte Negatives und Ungutes hervor.
Ich kann mich noch erinnern, dass ich mich mit 19/20 Jahren ab und zu mit einer netten Person getroffen habe. Eigentlich mochte ich sie ganz gern und wir hatten gesprächige Treffen. Aber irgendwann bemerkte ich, dass diese Person bei jedem Treffen begann, negativ über andere Menschen zu reden. Sie fing an zu lästern und ich merkte, dass ich mich ebenfalls darauf einließ und mit lästerte. Das ist etwas, was ich schon damals überhaupt nicht wollte. Als es mir auffiel, stellte ich auch fest, dass der Umgang mit dieser Person in mir dauerhaft Negatives hervorbrachte. Deshalb traf ich die Entscheidung, den Umgang einzuschränken. Ich wollte nicht eine Person werden, die schlecht über andere Menschen redet. Letztendlich ist der Kontakt kurze Zeit später dann komplett abgebrochen.
Auf der anderen Seite habe ich in den letzten 20 Jahren aber auch erleben dürfen, was für eine Entwicklung und ein beachtliches Wachstum in meinem Leben stattgefunden hat, durch richtig gute Umfelder und womit ich mich grundsätzlich fülle - mich beschäftige! Und darüber bin ich wirklich begeistert!
Dieses Erlebnisse, genauso wie das mit meinen Pflanzen und die Geschichte von König Salomo, zeigen mir ziemlich deutlich, wie bedeutend und einflussreich unser Umfeld ist! Ich denke, es ist von großer Wichtigkeit, dass ich mich immer wieder hinterfrage und mein Umfeld, und mit was ich mich beschäftige, "scanne". Die Bibel sagt in Psalm 1,1-3 (LutherHeute) folgendes:
Wohl dem, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern Freude hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachdenkt am Tag und in der Nacht! Er ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bring zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht; und was er tut, wird gelingen.
Auch hier wird genau das deutlich: Mein Umfeld und womit ich mich fülle sind entscheidend.
Es sind nicht immer die mega schlimmen Dinge. Aber alles hat irgendwie Einfluss auf mein Leben. (Zu diesem Thema kannst du auch gern noch mal den Artikel "Input = Output" https://www.youreallymatter.de/2023/03/18/input-output/ lesen).
Ich möchte dich heute ermutigen, dich mal zu "scannen". Und frag mal Gott, was für einen Blick Er darauf hat, denn Er kennt dich in- und auswendig. Er hat dich schließlich erschaffen, kennt dein Herz und möchte, dass es dir richtig gut geht, weil Er dich unendlich liebt!
Wie sieht mein Leben aus?
Was prägt mich?
Wer prägt mich?
Womit fülle ich mich größtenteils?
Womit beschäftige ich mich?
Was ist mein Ist-Zustand und wo möchte ich hin, bzw. wer möchte ich sein und was für eine "Frucht" soll mein Leben hervorbringen?
Wo muss ich eine Kurskorrektur vornehmen?
So etwas immer wieder mal zwischendurch zu machen, ist, denke ich, wichtig. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich möchte gerne dieser am Wasser gepflanzte Baum sein, der gute Frucht hervorbringt und dessen Blätter nicht verwelken. Ich möchte -wie bei meinen Grünpflanzen- Wachstum und Gedeihen in meinem Leben sehen und einen positiven Unterschied im Leben Anderer bewirken.
Wie ist es mit dir? In welchem Umfeld befindest du dich?
You Really Matter
Silvia

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Miriam (Freitag, 10 Juli 2026 10:57)
Das hast du so schön geschrieben und ich stimme dem absolut zu �
Danke für die Erinnerung, schön, dass es dich gibt. Schreib unbedingt weiter � be blessed �
Ruth (Freitag, 10 Juli 2026 12:01)
Ich freue mich, dass du wieder zur Feder greifst.
Danke für deinen wertvollen Beitrag.
Gibt Ansporn sich zu fragen ob der momentale
Kurs stimmt oder ob eine Korrektur oder Kursänderung nötig ist.� Love you